In der Pfarre Auffach gibt es neben der Aufbahrungskapelle am neuen Friedhof und der Totenkapelle auf dem Kirchenfriedhof zwölf Kapellen, die von der Bevölkerung gerne für ein stilles Gebet aufgesucht werden. Diese kleinen Stätten des Glaubens wurden oft aus Dankbarkeit errichtet, aber auch, weil es früher einfach nicht möglich war, täglich den weiten Weg zur Kirche zu bewerkstelligen. Dafür traf man sich in der nahen Kapelle zum gemeinsamen Gebet. Auch heute noch werden in einigen Kapellen regelmäßig Rosenkränze und Kreuzwege gebetet.

Schönanger Kapelle

In einer der schönsten Almgegenden Tirols, dem Schönanger in Auffach, wurde im September 2014 auf einer kleinen Anhöhe die Schönanger Kapelle von Alt-Erzbischof Dr. Alois Kothgasser eingeweiht. Die Almbauern der Schönangeralm haben mit dieser schmucken Kapelle aus edlem Zirbenholz ein neues "Wahrzeichen" als Wertschätzung an den Schöpfer geschaffen. Der Thierbacher Baumeister Ing. Thomas Klingler lieferte die Pläne und konnte unter der Mithilfte aller Beteiligten ein wahres Kunstwerk bauen. Maria und Fredy Klingler vom Gasthof "Schönanger" haben großartig zum Gelingen dieser schönen Kapelle beigetragen.

Acherwies Kapelle

An der linken Straßenseite, rund 1 Kilometer außerhalb von Auffach in Richtung Schönanger, steht die "Acherwies Kapelle". Sie wurde im Jahre 1990 als Dank für den guten Ausgang der Murenkatastrophen 1985 und 1989 von der Familie Schoner, Haus "Tirol", erbaut. Erzbischof Dr. Georg Eder hat die Kapelle am 7. Oktober 1990 im feierlichen Rahmen gesegnet und der Hl. Dreifaltigkeit geweiht.
In der schönen Kapelle wird im Mai um 19.30 Uhr und im Oktober um 17.00 Uhr täglich der Rosenkranz gebetet.

Bernauer Kapelle

Oberhalb von Auffach, im Ortsteil Bernau, steht am Waldrand die "Bernauer Kapelle". Sie wurde im Jahre 1979 von den Familien Rudolf und Anneliese Haas (Luzenberg) und Walter und Anni Gwiggner (Iris), unter der Anleitung von "Hofer Jogg", Ebersleit, gemeinsam errichtet. Das Holz für das Bauwerk stammt aus der "Brechl-Stuben" (Gebäude zum Brechen von Flachs und Hanf) der Bernauer Bauern aus dem Jahre 1735. Die Bestuhlung wurde von Alfred Klingler (Oberfoisching) angefertigt. Im Jahre 2000 wurde das Kapellendach neu eingedeckt.
Die Erbauer der Kapelle wollten ihre Familien unter den Schutz der Mutter Gottes stellen und haben daher die Kapelle "Maria Hilf" geweiht. Seit 1990 wird vom 1. Mai bis 31. Oktober täglich um 19.45 Uhr der Rosenkranz für den Frieden in der Welt und in den Familien gebetet.

Maria zum guten Rat

Auf der Straße zur Schönanger-Alm führt bei den Höfen "Schwarzenau" eine Straße über eine Brücke, in Richtung Lämpersberg, zum Bergbauernhof "Neuried". Hier findet man am Waldrand die Kapelle "Maria vom guten Rat". Sie wurde von Elisabeth Zierhut, geb. Haas, von Schwarzenau in Auffach, im Jahre 1993 erbaut und ist heute schon eine weitum bekannte Wallfahrtskapelle. Die Zimmermannsarbeiten an der schönen Kapelle aus Lärchenholz wurden von Stefan Thaler aus Hopfgarten ausgeführt.
Jeden 1. Freitag im Monat (Herz-Jesu-Freitag) wird um 15.00 Uhr zur Kapelle hinauf der Kreuzweg gebetet, jeden 1. Sonntag im Monat um 15.00 Uhr der Rosenkranz.

Neubau Kapelle

Neben der Hauptstraße, rund 600 Meter vor dem Ortszentrum von Auffach, steht auf der rechten Seite im Ortsteil Tegelanger die "Neubau-Kapelle". Wegen der Straßenverbreiterung musste die damalige Kapelle "Letten-Marterl" (direkt an der Straße zwischen den Häusern "Kapellhäusl" und "Straßboden") abgerissen werden. David Thaler vom "Neubau" baute nun im Jahre 1969 neben seinem Bauernhof eine neue Kapelle in einem etwas moderneren Stil.
Die Kapelle ist der "Mutter-Gottes" geweiht und daher wurde auch der Bildstock mit dem Marienbild in die neue Kapelle übertragen. Zweimal im Jahr führt ein Bittgang der Pfarrgemeinde zur "Neubau-Kapelle".

Praa Kapelle

Beim Bergbauernhof "Hinterpraa", auf dem Weg zur Schönanger-Alm auf der linken Talseite, steht etwas unscheinbar die "Praa-Kapelle". Sie wurde im Jahre 1982 von Loisl Holzer und seiner Familie zum Dank für die wiedererlangte Gesundheit an dem Platz errichtet, wo über viele Jahre hindurch ein Marterl gestanden hat.
Die Kapelle wurde von H. H. Pfr. Sebastian Klingler eingeweiht.

Predasten Kapelle

Auf dem Weg zur Schönanger-Alm führt eine gut ausgebaute Straße in Richtung Feldalphorn zu den Höfen "Predasten" und "Praa". Auf einer kleinen Anhöhe vor dem Hof "Predasten" steht die "Predastner Kapelle". Der Bauernhof ist schon zweimal einem Brand zum Opfer gefallen und so kann heute niemand mehr genau sagen, wann diese Kapelle gebaut worden ist. Nach mündlichen Überlieferungen waren 6 Generationen auf dem Hof mit dem Namen "Klingler", bis die Familie "Loinger" den Hof erwarb - und wahrscheinlich war eine Kapelle schon immer Teil dieses Bergbauernhofes.
Die Kapelle ist dem "Herrn im Elend" geweiht und wurde in den Jahren 1981 und 2001 renoviert und liebevoll restauriert.
Zu Mariä Heimsuchung kamen die Bauern von Unterberg und Winkel zum gemeinsamen Gebet zusammen und auch heute noch trifft man sich am 1. Sonntag im Juni zum Wetterrosenkranz.

Rainer Kapelle

Am hinteren Ortsende von Auffach steht auf einer Anhöhe, etwas versteckt zwischen einigen Bäumen, die "Rainer-Kapelle". Die damaligen Bewohner des Rainerhofes (Witwe mit 13 Kinder) haben im Jahre 1946 zum Dank an die glückliche Heimkehr der Gebrüder Margreiter aus dem 2. Weltkrieg diese Kapelle errichtet. Neben dem Tischlermeister Silberberger vom "Zirm" haben sich besonders Josef und Michael Margreiter um die Erbauung bemüht. Die Kapelle gehört auch heute noch zum Rainerhof und wurde vor einigen Jahren von den heutigen Eigentümern neu überdacht.
Die Kapelle ist der "Heiligen Familie" geweiht. Der damalige Weihbischof Johannes Filzer hat die Einweihung vorgenommen, da er die Familie Margreiter persönlich gut kannte.
Bis zum Jahre 1969 wurde in der Kapelle täglich der Rosenkranz gebetet.

Schinter Kapelle

Am Ortseingang von Auffach, auf der linken Seite der Wildschönauer Ache, steht an der Talsohle zum Sonnberg hin die "Schinter Kapelle". Wegen der drohenden Hochwassergefahr wurde sie gegen Ende des 19. Jhd. von Sebastian Klingler, Bauer zum Schinter, vom Hof an den heutigen Standort verlegt. Die damaligen Grundbesitzer vom Fertinghof verschenkten den für die Kapelle erforderlichen Grund und erst später wurde die ganze Schinter-Gasse an den Riedhof verkauft. Heute ist die Gemeinde Wildschönau Eigentümerin vom Anwesen "Schinter" und daher auch von der "Schinter Kapelle".
Die Kapelle ist der "Mutter Gottes" geweiht, und zu Mariä Heimsuchung kamen hier die Bewohner vom Roggenboden zum gemeinsamen Gebet zusammen.
In den Jahren 2002/03 wurde die "Schinter-Kapelle" von der Landjugend Auffach mit viel Umsicht restauriert.

Schrattenthal Kapelle

Von Auffach aus führt eine Straße auf den Sonnberg zu den Bauernhöfen Ober- und Unterschrattenthal. Die "Schrattenthal-Kapelle" steht oberhalb dieser Gehöfte und gehört zu Oberschrattenthal. Um 1860 waren die damaligen Besitzer, Schrattenthaler Johann und Margreth, nach 8 Ehejahren noch immer ohne Kinder und so bauten sie zum Gelöbnis diese Kapelle. Mit 14 Kindern wurde den Eheleuten noch reicher Kindersegen zuteil! Die Kapelle ist der "Fatima-Mutter-Gottes" geweiht, und noch heute pilgern Gläubige mit Kinderwünschen zur "Schrattenthal-Kapelle".
Im Jahre 1984 wurde die Kapelle von den heutigen Besitzern und der Jungbauernschaft Auffach renoviert und wieder schön gestaltet.

Schwarzenauer Kapelle

Auf dem halben Weg zur Schönanger-Alm steht am Feldrand gegenüber dem Gehöft "Schwarzenau" die "Schwarzenauer Kapelle". Sie gehört zum Hof "Vorderschwarzenau" und wurde im Jahre 1956 zum Dank an eine glückliche Heimkehr des Anton Haas aus dem 2. Weltkrieg, direkt am Hof neben der Hauptstraße errichtet. Die Einweihung fand am 15. August 1956 durch Weihbischof Johannes Filzer statt. 1987 wurde die Kapelle auf den heutigen schönen Standort überstellt.
Die Kapelle ist der "Schmerzhaften Muttergottes" geweiht. Einen großen Verlust erlitt die Kapelle im Jahre 1984, als eine sehr wertvolle Statute der Schmerzhaften Gottesmutter gestohlen wurde. Im Monat Mai wird täglich um 19.30 Uhr der Rosenkranz gebetet.

Steiner Kapelle

Auf der gut ausgebauten Straße entlang des Aschbaches gelangt man zu den Bergbauernhöfen "Steiner" und "Elmer" am Fuße des Schatzberg. Hier steht am Waldrand die "Steiner Kapelle". Die Legende berichtet, dass ein kleiner Bub mit dem Namen Andreas sich beim Spielen verirrte und nicht mehr nach Hause fand. Erst als er bei einem Marienbild vorbei kam, vernahm er die Stimme einer Frau, die sagte: "Bub, du musst nach Hause gehen, daheim suchen sie dich!" und er kam wieder zu seinem Elternhaus zurück. Zum Dank erbaute der älteste Bruder, Johann Werlberger (geb. 1841), Steinerbauer, im Jahre 1888 eine Holzkapelle und nahm das wundersame Bild als Altarbild in die Kapelle auf.
Die "Steiner Kapelle" ist "Maria-Heimsuchung" geweiht und ist auch heute noch ein gern besuchter Wallfahrtsort für viele Gläubige.

Hauskapelle Holzmuseum

Mit viel Liebe hat Salcher Hubert in seinem Holzmuseum (zugleich sein Wohn- und Elternhaus) eine kleine Hauskapelle errichtet. Das Chorgestühl stammt von der Pfarrkirche in Oberlienz, die sonstigen sakralen Gegenstände hat Salcher aus allen Teilen des Landes gesammelt und auch selbst angefertigt. Die kleine Hauskapelle ist “Zur Hl. Maria in der Hoffnung” geweiht. Im 1. Tiroler Holzmuseum kann man die Historie des Landes bis ins Detail verfolgen.