In der Pfarre Thierbach gibt es neben der Friedhofskapelle fünf Kapellen, die von der Bevölkerung gerne für ein stilles Gebet aufgesucht werden. Diese kleinen Stätten des Glaubens wurden oft aus Dankbarkeit errichtet, aber auch, weil es früher einfach nicht möglich war, täglich den weiten Weg zur Kirche zu bewerkstelligen. Dafür traf man sich in der nahen Kapelle zum gemeinsamen Gebet. Auch heute noch werden in einigen Kapellen regelmäßig Rosenkränze und Kreuzwege gebetet.

Waldkapelle

Im Jahre 1860 wurde um Erlaubnis zur Sanierung einer 200 Jahre alten Kapelle angesucht. Die Initialen an der Tür mit der Jahreszahl 1861 deuten auf die damalige Renovierung hin. Die Kapelle ist der Hl. Mutter Gottes geweiht. Noch heute gibt es eine schaurige Legende über eine Statue der Gottesmutter, die aus der Kapelle gestohlen wurde. Neben einigen Heiligen- und Andenkenbildchen schmücken zwei größere Bilder, ein Kreuzweg und eine bekleidete Holzstatue die Kapelle.

Urslaukapelle

Eine Kapelle dürfte zu Beginn des 19. Jhd. direkt beim Hof "Urslau" errichtet worden sein. Im Jahre 1942 wurde sie an den Waldrand versetzt. Die alte Holzkapelle war geschmückt von einem Hauptbild mit einer seltenen Darstellung des Hl. Paulus vor Christus, einigen Andenkenbilchen, sowie Bilden und Büsten. Diese neue Kapelle wurde nun im Jahr 2009 wieder am Hof errichtet. Die Planung und den Bau hat Ing. Thomas Klingler übernommen. Auch diese neue Kapelle ist den Hll. Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Das Hauptbild und die Statuen wurden von der alten Kapelle übernommen. Der dritte Bittgang von Thierbach führt zu dieser Kapelle.

Marcherkapelle

Diese Hauskapelle steht gleich neben dem Hof "March", an der einstigen Grenze zwischen Oberau und Alpbach. Die Kapelle dürfte wohl so alt sein wie der Hof selbst, der Weg zur Kirche nach Alpbach oder Oberau war ja von hier aus sehr weit. Die Kapelle ist Hl. Mutter Gottes geweiht und beherbergte lange Zeit eine Monstranz von Pfr. Johann Margreiter, der vom "March-Hof" stammte. Der zweite Bittgang in Thierbach führt zu dieser Kapelle.

Enttalkapelle

Wegen der ständigen Hochwassergefahr in diesem Gebiet wurde im 18. Jhd. diese Kapelle errichtet und auch dem Hl. Johannes Nepomuk geweiht. Eine Legende über eine verdorrte Hand der Hl. Anna läßt diese Kapelle etwas geheimnisvoll erscheinen. Neben Heiligen- und Andenkenbildern schmückt die Kapelle ein großes Bild des Hl. Johannes von Nepomuk und eine bekleidete Holzstatue der Hl. Maria. Der erste Bittgang in Thierbach führt zu dieser Kapelle.

Holzalmkapelle

Diese Kapelle ist wiederum ein Zeugnis von überaus großem Gottvertrauen: Nachdem beim Bauer vom Hof "Holzalm" eine Lungentuberkulose festgestellt wurde und dieser auf wundersame Weise geheilt wurde, wurde diese sehr heimelige Kapelle von ihm im Jahr 1917 errichtet.
Die Kapelle ist der Hl. Mutter Gottes geweiht und wird auch von einigen großen Bildern mit der Darstellung der Gottesmutter geschmückt.

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